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Musikrat appelliert an Merkel und die Ministerpräsidenten: Musikleben muss endlich wieder ermöglicht werden

In einem offenen Brief appellieren DMR-Präsident Prof. Martin Maria Krüger und Generalsekretär Prof. Christian Höppner an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder, das Signal für eine verantwortungsvolle Öffnung für die außerschulischen Bildungs- und Kultureinrichtungen zu setzen. Es gebe auch für den Musikbereich mittlerweile intelligente Lösungsvorschläge für Hygiene-Konzepte, auf deren Basis eine Wiederinbetriebnahme vieler Institutionen möglich sei.In einem offenen Brief appellieren DMR-Präsident Prof. Martin Maria Krüger und Generalsekretär Prof. Christian Höppner an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder, das Signal für eine verantwortungsvolle Öffnung für die außerschulischen Bildungs- und Kultureinrichtungen zu setzen. Es gebe auch für den Musikbereich mittlerweile intelligente Lösungsvorschläge für Hygiene-Konzepte, auf deren Basis eine Wiederinbetriebnahme vieler Institutionen möglich sei.

In dem Brief heißt es: „Unter der nahezu kompletten Schließung der Orte, an denen Musik erklingt bzw. vermittelt wird, leiden nicht nur 13 Millionen Menschen der Amateurmusikszene und eine Million Menschen in der professionellen Musikszene, sondern auch deren Publikum. Ob Freiluftveranstaltungen, Konzerthäuser, Opernhäuser, Musikclubs, Musikschulen, Musikvereine oder Landesmusikakademien: wir alle brauchen die Musik zum (Über)Leben, und das nicht nur in ideeller Hinsicht. Denn in der politischen Diskussion um Öffnungsstrategien kommt neben der Systemrelevanz der Kultur- und Kreativwirtschaft ihre wirtschaftliche Bedeutung für Deutschland zu kurz. Sie trägt mit rund 100 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung erheblich zur Wirtschaftsleistung unseres Landes bei – gleich nach der Automobilindustrie und vor der Chemischen Industrie, den Energieversorgern und den Finanzdienstleistern.

Viele Menschen im Musikleben stehen derzeit vor großen Existenzsorgen und fragen sich verzweifelt, wie es weitergehen soll. Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, werden kurz- und mittelfristig Musikverlage, Musikinstrumentenhersteller, Musikveranstalter, Musikagenturen, der Musikhandel, Orchester, Chöre, Kultureinrichtungen sowie viele Soloselbstständige vor dem wirtschaftlichen Aus stehen. Die Kommunen, die zu 80% die Kulturausgaben zu schultern haben, werden diese Lasten nicht allein tragen können. Den fundamentalen Verlust unserer bildungskulturellen Infrastruktur werden wir nur im engen Schulterschluss zwischen Zivilgesellschaft und Staat mit einer verantwortungsvollen Öffnung des Kulturlebens abwenden können.“



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